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Au-pair FAQ

Auf dieser Seite beantworten wir häufig gestellte Fragen zu Au-pairs. Ihre Frage ist nicht dabei? Werfen Sie einen Blick auf die internationaler Personalvermittlung, Au-pair-Kosten  und wie Sie Gastfamilie werden. Oder kontaktieren Sie uns, damit wir Ihre Frage im persönlichen Gespräch klären können!

Was ist ein Au-pair? 

Per Definition ist ein Au-pair ein junger Erwachsener*, der gegen Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld bei einer Gastfamilie im Ausland lebt, um dort Sprache und Kultur des Gastlandes kennenzulernen. Im Gegenzug betreut das Au-pair die Kinder der Gastfamilie und hilft im Haushalt. Ein Au-pair ist zwar qua Vertrag im Prinzip Angestellter, gleichzeitig aber ein Familienmitglied auf Zeit.

Wie alt ist ein Au-pair?

Entgegen anders lautender Definitionen auf Wikipedia und anderen Seiten, sind Au-pairs keine Jugendlichen. Die Altersgrenzen sind geregelt. Ein Au-pair ist zwischen 18 und 27 Jahre (Quelle: Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit, S. 9). Maßgeblich für das Mindestalter ist der Beginn des Beschäftigungsverhältnisses. Für das Höchstalter gilt: Das Au-pair darf bei Beantragung des Aufenthalts noch nicht 27 sein.

 

 

Was bedeutet Au-pair?

Der Begriff Au-pair kommt aus dem Französischen und bedeutet „auf Gegenleistung“.

Wie lange bleibt ein Au-pair?

Ein Au-pair bleibt zwischen 6 und 12 Monate. Eine Verlängerung über ein Jahr hinaus ist nicht möglich. Auch wenn ein Au-pair die Gastfamilie wechselt, beträgt die Gesamtdauer des Aufenthalts höchstens 12 Monate.

Welche Aufgaben übernimmt ein Au-pair?

Die Tätigkeit eines Au-pairs wird in zwei Bereiche (Kinderbetreuung und leichte Hausarbeit) untergliedert.

Die Kinderbetreuung umfasst zum Beispiel:

  • mit den Kindern spielen, sie beschäftigen und beaufsichtigen,

  • waschen und ankleiden,

  • die Kinder auf dem Weg vom / zum Kindergarten, zur Schule oder zu Freizeitveranstaltungen begleiten.

Als leichte Hausarbeiten gelten zum Beispiel:

  • Kinderzimmer und eigenes Schlafzimmer reinigen und sauber halten,

  • einfache Mahlzeiten zubereiten,

  • Tisch decken und abräumen, Geschirr spülen

  • Wäsche waschen und bügeln,

  • Haus oder Wohnung hüten,

  • Haustiere (Hund, Katze) betreuen.

 

Die täglichen Arbeiten eines Au-pairs sind sehr vielseitig und unterschiedlich. Sie hängen ganz von den individuellen Bedürfnissen der Gastfamilie ab. Der Anteil an Hausarbeit soll höchstens 50 Prozent ausmachen. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden, ist es ratsam, die Aufteilung der Aufgaben im Au-pair-Vertrag festzuhalten.

Wichtig: Das Au-pair ist keine Reinigungskraft und trägt weder die volle Verantwortung für Ihren Haushalt noch für die Erziehung Ihrer Kinder. Es soll Ihnen unterstützend bei Seite stehen. Hierzu müssen Sie Ihrem Au-pair Ihre Vorstellungen und Wünsche zu den Themen Kindererziehung, Ernährung und Prioritäten in Ihrer Familie vermitteln. Ähnlich wie ein Azubi muss ein Au-pair angelernt werden, damit es seinem Aufgabenbereich gerecht wird. 

Darf ein Au-pair als Pflegekraft eingesetzt werden?

Die Bundesagentur für Arbeit beantwortet diese Frage eindeutig mit nein: „Nicht zu den Aufgaben eines Au-pairs gehören die Kranken- und Altenpflege (Betreuung pflegebedürftiger Familienangehöriger).“ (Quelle: Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit, S. 6)

Was kostet ein Au-pair?

Rechnen Sie mit monatlichen Kosten von 650 bis 750 Euro. Wir erläutern Ihnen diese Ausgaben auf unserer Seite zu den Au-pair-Kosten.

Was sind die Voraussetzungen, um ein Au-pair aufzunehmen?

Wer ein Au-pair bei sich aufnehmen möchte, muss

  • eine gewisse Offenheit mitbringen,

  • eines oder mehrere Kinder haben,

  • sich das Au-pair leisten können,

  • dem Gast ein eigenes Zimmer (mindestens 8 m²) zur Verfügung stellen,

  • in der Familie Deutsch (als Muttersprache) sprechen.

 

Mindestens ein erwachsenes Familienmitglied muss die Staatsangehörigkeit eines Staates der EU oder des EWR oder der Schweiz besitzen.

Sie dürfen kein Au-pair aus Ihrem Heimatland aufnehmen. Außerdem dürfen Sie nicht mit dem Au-pair verwandt sein.

Ein Beispiel: Sie sind deutscher Staatsangehöriger, aber Ihr Ehepartner stammt aus Moldawien. Sie dürfen kein moldawisches Au-pair zu sich holen.

Aus welchen Ländern kommen die Au-pairs?

Bewerber können im Prinzip aus allen Ländern kommen. Die meisten kommen jedoch aus Nicht-EU Länder und bleiben überwiegend für 12 Monate. Nur ein geringer Teil kommt aus Europa. Unsere Au-pairs kommen mehrheitlich aus Ländern in Zentral- und Südostasien (v. a. Nepal), Lateinamerika (v. a. Kolumbien) und Osteuropa (z. B. Georgien, Moldawien). Seit 2021 bewerben sich zudem verstärkt Au-pairs aus Madagaskar.

Bewerber aus einem Nicht-EU-Land müssen für den Aufenthalt ein Visum sowie eine Arbeitserlaubnis beantragen. Hierzu sollten Sie 4 – 8 Wochen Bearbeitungszeit rechnen. Alle Bewerber haben mindestens Grundkenntnisse der deutschen Sprache.

Kann ich bei flyOUT Au-pairs auswählen?

Sobald Sie sich als Gastfamilie registriert und eingeloggt  haben, sehen Sie ein Dutzend Au-pairs, die noch auf eine Stelle in Deutschland warten. Wenn Ihnen ein Au-pair zusagt, geben Sie eine Gastfamilienbewerbung ab, die wir dann dem Au-pair übersenden. Dann liegt es am Bewerber, ob er Sie kennenlernen möchte und es letztendlich zu einem Beschäftigungsverhältnis kommt.

Gibt es auch männliche Au-pairs?

Traditionell waren es die Töchter, die ins Ausland gingen, um dort Erfahrungen als Au-pair zu sammeln. Obwohl es auch heute noch überwiegend junge Frauen sind, die sich als Au-pair-Mädchen bewerben, gibt es inzwischen immer mehr männliche Au-pairs. 

Sprechen die Au-pairs Deutsch?

Alle Bewerber haben Grundkenntnisse der deutschen Sprache oder mehr. Die Mindestanforderungen für ein Au-pair sind Sprachkenntnisse auf dem Level A1. Das bedeutet, ein Au-pair kann

  • alltägliche Ausdrücke und sehr einfache Sätze verstehen und anwenden,

  • sich vorstellen und anderen Personen einfache Fragen stellen,

  • einfache Fragen beantworten,

  • sich auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit sind zu helfen.

Wie vermeide ich Konflikte mit dem Au-pair?

Die Beziehung zwischen Au-pair und Gastfamilie ist nicht immer leicht. Gerade in der Eingewöhnungsphase verspürt das Au-pair Heimweh, es kommt zu Missverständnissen oder einem Kulturschock. Oft tut die Sprachbarriere ihr Übriges. Um Konflikte zu vermeiden, sollten Sie bereits im Au-pair-Vertrag den Rahmen abstecken, was auf beiden Seiten geboten und erwartet wird. Vermitteln Sie zu Beginn klare Regeln und achten auf ihre Einhaltung. Ein Zeitplan hilft dabei. Wie so oft ist Kommunikation der Schlüssel zu einem ertragreichen Zusammenleben im Einklang. Seien Sie offen und einladend, erklären Sie Ihrem Au-pair hiesige Gepflogenheiten und geben Sie ihm Feedback. Aber vergessen Sie nicht, dass Ihr Gast aus einem Land mit einer anderen Kultur kommt. Trotz klarer Regeln ist in der Eingewöhnungsphase Toleranz auf beiden Seiten gefragt.

Wie stellen wir eine gute Beziehung zu unserem Au-pair her?

Schimpfen Sie nicht gleich wie ein Rohrspatz, wenn Ihr Au-pair etwas falsch gemacht hat. Erklären Sie es ihm ruhig und friedlich und zeigen Sie ihm, wie es das nächste Mal besser geht. Natürlich dürfen Sie Dinge kritisieren, die nicht nach Ihren (vertraglich vereinbarten) Vorstellungen laufen. Aber seien Sie dabei konstruktiv. Und vor allem: Loben Sie Ihr Au-pair, wenn es etwas gut gemacht hat. Letzten Endes kommt es hauptsächlich darauf an, dass sich Ihr Kind mit seinem neuen Betreuer gut versteht.

Was passiert, wenn wir uns nicht mit dem Au-pair verstehen?

Lässt sich die Kluft nicht überwinden, suchen wir für das Au-pair eine neue Familie und für Sie ein neues Au-pair. Die Neuvermittlung ist bei flyOUT in den ersten 6 Wochen kostenlos.

Wie viele Au-pair-Wechsel können wir unserem Kind zumuten?

Es ist nicht leicht für ein Kind, eine neue Bezugsperson nach kurzer Zeit schon wieder zu verlieren und stattdessen einen neuen Betreuer zu bekommen. Falls Sie für die Kinderbetreuung dauerhaft Au-pairs einsetzen, nehmen Sie ein Au-pair möglichst für die maximale Dauer von 12 Monaten bei sich auf. Überbrücken Sie (kurzfristige) Wechsel gegebenenfalls mit Babysittern. Sollte das Zusammenleben zwischen Ihnen und Ihrem Au-pair überhaupt nicht funktionieren und ein Gespräch einschließlich Mediation keine Besserung nach sich ziehen, hilft nur eine vorzeitige, vertragskonforme Trennung. Muten Sie Ihrem Kind nicht zu viele Wechsel zu. Ein vorzeitiger Au-pair-Wechsel in 6 Monaten ist okay. Läuft es häufiger auf einen frühzeitigen Abbruch hinaus, sollten Sie auch Ihre Eignung als Gastfamilie hinterfragen.

Wie viel Privatleben teilen wir mit unserem Au-pair?

Wie viel Privates Sie mit Ihrem Au-pair teilen, liegt ganz an Ihnen. Betrachten Sie das Au-pair als willkommenen Gast und nicht als reine Arbeitskraft. Ein Au-pair ist schon allein durch die Zeit, die es mit Ihrem Kind verbringt und die starke Bindung, die dadurch entsteht, praktisch ein Teil Ihrer Familie.

Umgekehrt lassen Sie Ihrem Au-pair auch seine Privatsphäre und etwas Freiraum. Ein Au-pair ist schließlich nicht nur hier, um sich um Ihr Kind und den Haushalt zu kümmern, sondern um sich sprachlich weiterzuentwickeln, die deutsche Kultur kennenzulernen, Bekanntschaften zu machen und seine Freizeit nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.

 

Was passiert mit dem Au-pair, wenn wir in den Urlaub fahren?

Wenn der Familienurlaub ansteht, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Sie rechtzeitig mit dem Au-pair besprechen sollten:

  1. Das Au-pair fährt mit in den Urlaub und betreut dort die Kinder.

  2. Das Au-pair bleibt allein daheim und hütet das Haus.

  3. Das Au-pair nimmt im selben Zeitraum selbst Urlaub.

  4. Das Au-pair fährt mit in den Urlaub und macht dort selbst Urlaub.

 

Ein Familienurlaub mit Au-pair stärkt die Bindung zwischen allen Beteiligten. Sie verbringen mehr Zeit als sonst zusammen und lernen sich noch besser kennen. Aber: Möchten Sie das? Und falls ja: Möchte Ihr Au-pair das auch? Beide Seiten müssen sich mit der Situation wohlfühlen.

Kommt Ihr Au-Pair mit in den Familienurlaub, klären Sie vorab folgende Fragen ab:

  • Übernimmt Ihr Au-pair die Kinderbetreuung?

  • Wie ist das Au-pair untergebracht?

  • Welche Kosten übernehmen Sie für das Au-pair im Urlaub? Bei gemeinsamen Aktivitäten (Ausflug, Restaurantbesuch etc.) ist es empfehlenswert, wenn die Gastfamilie die Kosten übernimmt. Viele Au-pairs können sich diesen Luxus nämlich nicht leisten.

 

Arbeitszeit und Taschengeld ändern sich im Urlaub nicht. Sie bezahlen Ihr Au-pair weiterhin und halten sich an die gültigen Arbeitszeiten.

Welche Rechte und Pflichten haben Au-pairs in Deutschland?

Die genauen Rechte und Pflichten von Gastfamilie und Au-pair werden idealerweise im Au-pair-Vertrag niedergeschrieben.

Prinzipiell haben Au-pairs in Deutschland folgende Rechte:

  • Taschengeld (280 €/Monat)

  • Sprachkurs-Zuschuss (50 €/Monat)

  • Gastfamilie bezahlt Behördengänge sowie Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung

  • eigenes Zimmer

  • inkludierte Verpflegung

  • 2 Tage Urlaubsanspruch pro Monat (4 Wochen in 12 Monaten)

  • 4 freie Abende pro Woche

  • 1,5 zusammenhängende Tage pro Woche frei. Die freien Tage müssen mindestens einmal pro Monat auf ein Wochenende fallen. Sonntage gelten nicht als Urlaubstage. Die gesetzlichen Feiertage sind sowieso arbeitsfrei oder werden mit Freizeit ausgeglichen.

 

Zu den Pflichten eines Au-pairs gehören:

  • 30 Stunden Arbeitszeit pro Woche

  • Kinderbetreuung

  • leichte Hausarbeiten

Bekommen auch Alleinerziehende ein Au-pair?

Ja, auch alleinerziehende Elternteile dürfen ein Au-pair aufnehmen. Berücksichtigen Sie dabei jedoch, dass ein Au-pair pro Monat mindestens 500 Euro kostet.

Dürfen gleichgeschlechtliche Lebenspartner ein Au-pair aufnehmen?

Ja, auch als homosexuelles Paar dürfen Sie ein Au-pair aufnehmen – sofern Sie ein Kind unter 18 Jahre haben.

Haben Au-pairs einen Führerschein?

Manche Au-pairs haben einen Führerschein. Es ist jedoch nicht garantiert, dass sie in Deutschland Auto fahren können oder wollen. Es ist nicht selten, dass sich junge Menschen im Ausland nicht trauen Auto zu fahren. Wir empfehlen Ihnen mit dem Au-pair ein paar Fahrstunden auf dem Fahrübungsplatz zu machen, bevor Sie Ihr Au-pair mit Ihren Kindern dem Straßenverkehr allein überlassen.